05.01.2017

Kunstausstellung „Eiswelten“

 

 

Seit über 35 Jahren ist Conrad Kopsch in der Polarforschung aktiv und hat viele Expeditionen mitgestaltet. Er wohnt in Bad Belzig und war beruflich in der Akademie der Wissenschaften der DDR und im Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven, in der Forschungsstelle Potsdam tätig. Er hat auf der DDR-Antarktisstation „Georg Forster" 18 Monate überwintert und an weiteren Expeditionen in die Antarktis teilgenommen. In den letzten Jahren waren es vor allem Fahrten mit den Forschungsschiffen „Polarstern", FS. „Sonne", FS. "Heincke" und „Polar Queen". Seine ausgestellten Bilder zeigen Eislandschaften aus seiner Überwinterungszeit in der Schirmacher Oase und seiner zahlreichen Expeditionen in die Antarktis, Arktis, Grönland, Spitzbergen und in die Permafrost Regionen Ostsibiriens, z.B. ins Lena Delta. Die Fotografien wurden mit der Praktica MTL3 und Canon EOS 500 aufgenommen. Die Ära der Digitalkameras ist in der Ausstellung noch nicht vertreten. Die Bilder haben nicht den Anspruch einer professionellen Fotografie, da weder die Zeit auf Expeditionen, noch die Ausrüstung vorhanden waren. Es sind auch keine Fotomontagen, auch wenn das Foto "Polartag in der Antarktis" den Anschein erweckt. Für dieses Foto mussten 18 Jahre vergehen, bis es gelang. Neun Mal gegen die Sonne zu fotografieren zur vollen Stunde - und das auf ein Dia - erforderten viele Experimente und ein wenig Glück. Bei -25°C machen schon mal viele Kameras schlapp, wenn sie 9h auf dem Stativ stehen. Dann darf der Wind das Stativ nicht umkippen, das Wetter muss stabil bleiben und die Belichtung genau berechnet werden. In der heutigen Digitalfotografie alles kein Problem mehr, bis auf die Kälte. Trotzdem, Analogfotografie war und ist weiter sehr spannend, weil es immer wieder Überraschungen gibt.

In der Ausstellung „Eiswelten" wird Eis in der Natur in seiner vielfältigsten Form gezeigt. Eis ändert seine Farbe mit dem Luftgehalt, wenn es viel Luft enthält ist es weiß, solches das wenig Luft enthält, ist durchsichtig und blau. Die Erscheinungsformen reichen von der Schneeflocke über gefrorenen Oberflächen (stehenden Gewässern) bis hin zum Gletscher.

Die Fotografien sind täglich kostenfrei im Foyer der SteinTherme zu sehen.

 

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